Kubo And The Two Strings

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Kubo And The Two Strings

Kubo lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einer Höhle (?) irgendwo am Meer. Mit seinen Origami Figürchen, welche er mittels seiner Gitarre zum Leben erwecken kann (?) verdient er sich im Dorf ein klein bisschen was dazu, um seine kranke Mutter zu unterstützen. Mutter warnte ihn immer vor der Dunkelheit und bat ihn, stets bei Tageslicht noch nach Hause zu kommen. Als er eines Tages eine Kerze für seinen verstorbenen Vater anzündet und etwas betet, vergisst er die Zeit und muss durch den dunklen Wald nach Hause laufen. Da tauchen auch schon “die Schwestern” auf und wollen ihn töten.

Hä?

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Also Laika, ey. Das Studio, welches für Coraline, Paranorman und Boxtrolls verantwortlich war. Eine der wenigen oder gar die letzten, die Stop Motion Animation noch die Stange halten, vor allem bei dem Budget. Kubo sieht einfach super geil aus. Wie detailliert allein die Kleidung von Kubo ist und wie flüssig sie auch animiert ist, es ist einfach eine Augenweide. Selbst das Fell des Affen oder Schnee ist detailgetreu und liebevoll in Szene gesetzt und animiert. Und wieder muss ich erwähnen, wie “plastisch” alles direkt aussieht. Der Effekt ist einfach unbeschreiblich und mit CGI in der Art nicht herzustellen, imho. Ich glaube das liegt auch zum großen Teil an der Framerate irgendwie. CGI sind jedoch bei Laika nicht verpönt und wurden – soweit ich las – für die Augen benutzt und um Nähte, Stützen, Leinen und weiß der Kuckkuck noch zu Entfernen. Wenn man sich das letzte Bild hier im Beitrag anschaut (das Skelett), dann half der Computer hier sicherlich auch hin und wieder beim Animieren. Wie dem auch sei, das Wichtige dabei ist, dass die CGI nur unterstützen und nicht der Hauptfokus sind und das macht es natürlich dann perfekt.

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Leider nicht ganz so perfekt ist dieses mal die Story. Während Coraline ja durchaus eine creepy und interessante Story zu bieten hatte und selbst Paranorman zwar ziemlich “kommerziell” rüber kam, aber durchaus unterhaltsam war, so schlief ich diesmal bei Kubo fast ein. Also wabitte, was ist denn hier passiert. Evtl. nahm das Animieren zuviel Zeit in Anspruch (der Film sieht wirklich grandios aus, falls es noch nicht so rüberkam) aber die Geschichte ist leider echt ziemlich flach und bietet weder Überraschungen, noch tiefgreifendere Einblicke in Kubos Leben oder seine Vergangenheit. Bzw. die der Eltern. Auch die Mythologie im Film kommt ein klein wenig zu kurz finde ich. Erst ist es toll, dass nicht alles einfach erklärt wird, aber gegen Ende des Films gibt’s dann leider noch noch ein wenig zuviel Fragen. Auch hat mich die Chemie der Charaktere untereinander nicht ganz überzeugt. Kubo bleibt irgendwie langweilig, der Affe teilweise gar unsympathisch und der Samurai kommt gar ziemlich infantil und unnötig rüber. Einfach schade, wie ich finde.

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So schwer es mir auch fällt, aber das war mit Abstand der langweiligste Laika Film, von daher nur 3 Penen. ABER… also paha ey, die Animationen. Er sieht halt einfach wirklich geil aus und hat stellenweise (siehe Screenshot 2) wirklich suuuper amtmosphärische Szenen zu bieten. Wäre ich noch ein Kind hätte ich vor dem Film definitiv ein bisschen Schiss gehabt.

Also, trotz 3 Penen definitiv anschauen, alleine wegen der Animation.

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Fantastic Mr. Fox

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The Fantastic Mr. Fox

Bei einem Jungvogel Raub gerät der fantastische Mr. Fox und seine Frau in eine Falle. Die Lage ist aussichtslos und seine Frau erzählt ihm auch noch, dass sie schwanger ist. Mit Müh und Not entkommen sie dann doch und Mr. Fox schwört seiner Frau von nun an ein Leben ohne Vogeljagd zu führen. Er arbeitet nun als Kolumnist bei der Zeitung und will endlich aus seinem Erdloch raus. Als er ein Wunderschönes (Baum)haus entdeckt, will er unbedingt da einziehen. Er kann es sich zwar kaum leisten, aber er hat da noch etwas anderes im Auge. Ganze drei benachbarte Bauernhöfe warten nur darauf, von Mr. Fox einen Besuch abgestattet zu bekommen. Seine Frau darf aber nichts erfahren…

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Ah geil, Wes Anderson. Ich bin nun vermutlich ganz und gar ein Fan von ihm und seiner Filme. Mit Mr. Fox probierte er zwar etwas gänzlich neues – nämlich die Animation – aus, aber es ist und bleibt ein Wes Anderson Film. Durch die tierischen Charaktere und auch die etwas kindlichere Stimmung gibt’s sogar noch ein bisschen mehr Witz, als wir sonst so gewohnt sind von Anderson. Dabei ist und bleibt Mr. Fox eher für die Erwachsenen interessant, da der ganze Wortwitz und die Dialoge vermutlich nur dem etwas älteren Publikum gefällt. Die Kinder haben immerhin die wirklich knuffigen Charaktere und ein bisschen Action hier und da. Eigentlich etwas für jedermann. Und die Wes Anderson typische, melancholische, ja fast depressive Note gibt auch diesem Film wieder den kleinen Touch, der ihn so besonders macht. Das kann und will vermutlich absolut nicht mit Dreamworks, Pixar oder Disney CGI Animations Scheiße verglichen werden. Wes Anderson schuf hier einzigartige Charaktere und keine Bande von austauschbaren CGI Tieren, wovon eines immer total hyperaktiv ist. Jeder Charakter hat hier seinen Platz und Wiedererkennungswert und ist fast auf Anhieb symphatisch.

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Dabei ist die Animation wirklich hervorragend. Die Welt des Mr. Fox besteht überwiegend aus Stop Motion und wurde qualitativ wirklich 1A in Szene gesetzt. Dazu gesellt sich wieder der Wes Anderson Style mit Titeleinblendungen oder abstrakten Kameraeinstellungen und fertig ist ein Animationsfilm der technisch auch mit Wallace & Gromit mithalten kann. Wirklich aller erste Sahne. Gerade beim Vergleich mit Wallace & Gromit muss ich sagen, dass mir Mr. Fox weitaus besser gefällt, da er die gewisse “ernste Note” parat hält.

Ja ka, was ich da noch schreiben soll. Einfach schön.

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